Hochschulen zwischen Social Media-Spezialisten und Online-Verweigerern. Eine Analyse der Online-Kommunikation promotionsberechtigter Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Hochschulen haben in den letzten Jahren eine Phase intensiver Veränderungen erlebt. Unter anderem hat der Druck zugenommen, sich gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren. Ein Weg, auf diesen Druck zu reagieren, ist öffentliche Kommunikation. Online-Kommunikationskanäle bieten Hochschulen die Mög...
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Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
2017-06-01
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Series: | Studies in Communication, Media |
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Hochschulen haben in den letzten Jahren eine Phase intensiver Veränderungen erlebt. Unter anderem hat der Druck zugenommen, sich gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren. Ein Weg, auf diesen Druck zu reagieren, ist öffentliche Kommunikation. Online-Kommunikationskanäle bieten Hochschulen die Möglichkeit, nicht nur journalistische Medien zu adressieren, sondern eigene Themen zu setzen und in neuer Weise zu kommunizieren. Wir untersuchen daher die Online-Kommunikation aller 190 promotionsberechtigen Hochschulen im Jahr 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mittels standardisierter Inhaltsanalyse wurden die Webseiten der Hochschulen, darauf veröffentlichte Beiträge sowie ihre Facebook- und Twitter-Auftritte analysiert. Im Hinblick auf die codierten Dimensionen Selbstthematisierung, Adressierung der Medien, Hypertextualität, Multimedialität und Interaktivität lassen sich mittels Clusteranalyse fünf Typen von Hochschulen identifizieren: Social Media-Spezialisten, Allrounder, Verweigerer, Traditionelle und Mainstream-Hochschulen. Social Media-Spezialisten und Allrounder nutzen die Möglichkeiten der Online-Kommunikation intensiv und kommunizieren häufig über hochschuleigene Themen. Verweigerer betreiben nur zurückhaltend Online-Kommunikation. Die verschiedenen Hochschultypen zeigen darüber hinaus Unterschiede in strukturellen Merkmalen. Vor allem große Hochschulen mit vielen Studierenden engagieren sich stärker in der Online-Kommunikation und betreiben eine stärkere Selbstthematisierung. |
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